WS 8: Drama-Games

Die Idee, Bildungsinhalte über emotionsgeladene Geschichten zu transportieren, ist vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Drama, Märchen oder Schwank – alle Formen transportieren Botschaften und moralische Fragestellungen. Die Drama Games greifen diese Tradition auf, erzeugen in kurzen Schauspiel-Szenen dramatische Konfliktsituationen und emotionalisieren damit für Themen und Inhalte. Improvisationstechniken und Inszenierung verstärken die Wirkung dieser Spielform und übertragen Erlebnisse durch die Reflexion auf den Alltag.

Die kurzen, szenischen Rollenspiele kommen mit wenig Material aus und haben keine außenstehenden Zuschauer*innen. Alle Rollen werden von den teilnehmenden Personen verkörpert, während ein(e) Regisseur*in oder Spielleiter*in die szenische Gestaltung übernimmt. Figuren und Art des Rollenspiels werden vorbereitend vor dem Spiel abgesprochen – nach dem Spiel werden die Erlebnisse des Spiels besprochen und reflektiert.


Weitere Infos zur Methode Drama-Games finden sich auf www.drama-games.de


Im Workshop wird zunächst das Drama-Game „Die Quote“ inszeniert,  ein interaktives, dramatische Kurztheaterstück, in denen die Teilnehmenden die Hauptrollen übernehmen. Das Drama-Games ist von seiner Handlung und seinem Charakterkonzept so angelegt, dass spielerisch ein gesellschaftliches Thema (in dienem Fall „Zuwanderung“ und „Demokratie“) repräsentiert wird, das während des Spiels erlebt werden kann und in einer abschließenden Reflexion kritisch hinterfragt werden soll. Die Entscheidungen des Spiels und mögliche Konsequenzen, wenn das Spiel so „in der Realität“ stattgefunden hätte, werden so direkt erfahrbar und regen individuelle Denk- und Lernprozesse an. 

Im Anschluss an das Spiel werden weitere Möglichkeiten der spielerischen Methode „Drama Game“ aufgezeigt, die Funktionsweise erläutert und Ideen für die eigene Arbeit erörtert. Durch die flexible Struktur der Methode kann sie in sehr kurzen Spieleinheiten eingesetzt werden und eignet sich gut als Einstieg für Meinungsbildung, Perspektivwechsel oder persönliches Empowerment.


Victor Lange-Nowak (Referent von Waldritter e.V.)